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Performance-Marketing-Agentur wechseln

Rechnen Sie mit drei Monaten Kündigungsfrist zum Quartalsende und vier bis sechs Wochen, bis eine neue Agentur auf dem alten Stand arbeitet. Der Wechsel selbst ist selten das Problem. Teuer wird er dort, wo Werbekonten, Zielgruppen und historische Daten bei der alten Agentur liegen und nicht bei Ihnen.

Woran Sie erkennen, dass ein Wechsel fällig ist

Nicht jede Unzufriedenheit rechtfertigt den Aufwand. Diese Anzeichen tun es in der Regel:

  • Der Bericht zeigt Reichweite statt Ergebnissen. Wenn nach zwölf Monaten niemand sagen kann, was eine Anfrage gekostet hat, ist das kein Messproblem, sondern eine Entscheidung.
  • Es wird nichts mehr abgeschaltet. Kampagnen laufen weiter, weil sie laufen. Ein funktionierendes Konto verändert sich jeden Monat.
  • Die Werbemittel sind seit Monaten dieselben. Bei Meta und LinkedIn ist Kreativermüdung messbar und der häufigste Grund für steigende Kosten je Ergebnis.
  • Sie sprechen nur noch mit Junior-Kräften. Wechsel im Team sind normal. Wenn niemand mehr Ihr Geschäft erklären kann, ist es kein Wechsel mehr, sondern ein Muster.
  • Der Zugriff auf das eigene Konto fehlt. Wenn Sie nicht selbst hineinsehen können, gehört das Konto faktisch nicht Ihnen.

Kein guter Grund ist ein schwacher Monat. Schwankungen gehören dazu. Erst ein Trend über ein Quartal ist eine Aussage.

Was beim Wechsel wirklich auf dem Spiel steht

VermögenswertRisiko beim Wechsel
WerbekontoLiegt es bei der Agentur, verlieren Sie mit dem Vertrag die gesamte Historie
Pixel und Conversions APIBei Neuaufsetzung beginnt die Optimierung wieder bei null, typischerweise vier bis sechs Wochen
Zielgruppen und ListenÜber Monate aufgebaut, nicht kurzfristig rekonstruierbar
Gelernte EreignisseDie Ausspielung braucht Datenmenge, bevor sie wieder verlässlich optimiert
WerbemittelNutzungsrechte hängen am Vertrag, häufig nicht automatisch bei Ihnen
LandingpagesLiegen sie auf einem Agenturserver, gehen sie mit

Diese Liste ist der eigentliche Inhalt eines Agenturwechsels. Alles andere ist Organisation.

Wie eine saubere Übergabe abläuft

1. Vertrag prüfen, bevor gekündigt wird. Frist, Kündigungstermin, Regelung zu Nutzungsrechten und Datenherausgabe. Wer zuerst kündigt und dann liest, verhandelt aus der schwächeren Position.

2. Zugriffe sichern, solange die Zusammenarbeit läuft. Administratorrechte auf Ihr eigenes Business-Portfolio, Analytics, Search Console, Werbekonten. Das ist der Schritt, der am häufigsten vergessen wird.

3. Bestandsaufnahme durch die neue Agentur. Was läuft, was wird gemessen, was ist davon belastbar. Bei uns dauert das rund eine Woche und findet vor jeder Änderung statt.

4. Überlappung statt harter Schnitt. Zwei bis vier Wochen, in denen beide Seiten Zugriff haben. Das ist unbequem und verhindert, dass Kampagnen in der Übergabe abreißen.

5. Schrittweise Übernahme. Erst Messung, dann Steuerung, dann Kreation. Wer alles gleichzeitig umstellt, kann hinterher nicht sagen, was gewirkt hat.

Für wen wir der richtige neue Partner sind

Wir übernehmen bestehende Konten, statt neu aufzusetzen. Das ist die Ausnahme im Markt und hat einen einfachen Grund: Ein gewachsenes Konto ist ein Vermögenswert. Es zurückzusetzen ist bequem für die Agentur und teuer für Sie.

Wann wir abraten. Wenn die eigentliche Ursache im Haus liegt, etwa bei unklaren Zielen oder fehlender Bearbeitung eingehender Anfragen, löst ein Agenturwechsel nichts. Das sagen wir in der Sichtung, auch wenn es gegen den Auftrag spricht.

Was der Wechsel kostet

Die Sichtung des bestehenden Kontos ist bei uns kostenlos. Übernehmen wir danach, gilt der reguläre Einstieg: ein laufendes Mandat beginnt bei 3.500 Euro im Monat für einen Kanal. Die ersten drei Monate rechnen wir mit 3.000 Euro. Arbeiten wir auf mehreren Kanälen, liegt der Einstieg bei 6.000 Euro. Das Mediabudget läuft getrennt über Ihre eigenen Konten.

Rechnen Sie zusätzlich mit einer Übergangsphase von vier bis sechs Wochen, in der die Kosten je Ergebnis vorübergehend steigen. Wer das nicht einplant, bewertet den neuen Partner an genau der Delle, die der Wechsel selbst erzeugt hat.

FAQ

Häufige Fragen.

Welche Kündigungsfristen sind üblich?
Drei Monate zum Quartals- oder Jahresende sind der Regelfall. Bei Jahresverträgen mit automatischer Verlängerung ist der Kündigungstermin oft früher, als man denkt. Prüfen Sie zuerst das Datum, dann alles andere.
Wie lange dauert die Einarbeitung?
Vier bis sechs Wochen bis zum vorherigen Leistungsniveau, wenn Konten und Daten übergeben werden. Ohne Übergabe eher zwölf Wochen, weil die Optimierung neu lernen muss.
Wem gehören Werbekonto und Pixel?
Das hängt vom Vertrag ab. Liegt das Konto im Business-Portfolio der Agentur, gehört es rechtlich ihr. Deshalb sollte jedes Konto im eigenen Portfolio liegen und die Agentur nur Zugriff bekommen. Bei uns ist das der Standard.
Bekommen wir unsere Werbemittel mit?
Nur wenn der Vertrag es vorsieht. Nutzungsrechte gehen häufig erst mit vollständiger Zahlung über und sind zeitlich oder auf Kanäle begrenzt. Diese Klausel gehört zuerst gelesen.
Muss man der alten Agentur den Grund nennen?
Nein. Für eine geordnete Übergabe hilft ein sachlicher Grund allerdings mehr als Schweigen. Die Herausgabe von Zugriffen ist im Zweifel eine Frage der Kooperationsbereitschaft, nicht der Rechtslage.
Können Sie ein bestehendes Konto übernehmen, ohne es umzubauen?
Ja, das ist unser Regelfall. Wir beginnen mit einer Sichtung und ändern zuerst die Messung. Alles Weitere erst, wenn belegbar ist, dass es nötig ist.
Was, wenn die alte Agentur die Zugriffe nicht herausgibt?
Bei Meta und Google lassen sich Eigentumsverhältnisse über den Support klären, wenn die Konten auf Ihr Unternehmen laufen. Sind sie auf die Agentur registriert, wird es schwierig. Genau deshalb steht Schritt zwei oben.
Wie oft sollte man die Agentur wechseln?
Nicht nach Kalender. Gute Zusammenarbeit über Jahre ist ein Vorteil, weil Wissen über das Geschäft nicht ersetzbar ist. Wechseln Sie, wenn die Anzeichen oben zutreffen, nicht aus Prinzip.

Der nächste Schritt

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