Paid Channels: YouTube führt kostenpflichtige Videos ein

“Dieser kostenpflichtige Kanal ist in deinem Land nicht verfügbar.” Mit diesem Hinweis werden derzeit in Deutschland immer mehr YouTube-User konfrontiert, da YouTube nun mit seinem Pilotprogramm Paid Channels an den Start gegangen ist, um einige ausgewählte Kanäle kostenpflichtig zu machen, allerdings vorerst nur in den USA. Bereits im Februar ließ YouTube anmerken, dass man ein solches Projekt plane bei dem Rechteinhabern die Möglichkeit gegeben werde, über ein Formular sich für Bezahlkanäle anzumelden. Schritt für Schritt will Googles Tochterunternehmen dieses Projekt in den nächsten Wochen und Monaten ausweiten und im Laufe der Zeit weitere Partner akquirieren. Somit baut YouTube seine Geschäftsmodelle aus und beschränkt sich in Zukunft nicht mehr nur auf die Werbung und den Verleih.
YouTube Paid Channels gestartet
Wie bereits durch den Hinweis erwähnt wurde, sind u.a. deutsche Nutzer der größten Videoplattform der Welt davon betroffen und können auf diese kostenpflichtigen Kanäle nicht zugreifen. Momentan kooperiert YouTube mit über 50 Kanälen, laut Spiegel.de wolle YouTube die Liste der Partner erweitern, wozu unter anderem der Konzern der „Sesamstraße“ Jim Henson und die Veranstalter von Ultimate Fighting gehören.
Eine Frage, die dabei für die Nutzer aufkommt, ist, wie hoch die Preise für die User ausfallen werden. Der günstigste YouTube-Channel soll demnach monatlich 99 Cent kosten und die durchschnittlichen Preise bei rund 2,99 Dollar liegen, die über Google-Wallet bezahlt werden können. Allerdings gibt es aber auch Kanäle, die bis zu 4,99 Dollar kosten. Die ersten 14 Tage seien laut dem Google-Tochterunternehmen kostenlos und wer danach direkt ein Abo abschließe, der könne auch mit Rabatten rechnen.
Inwieweit deutsche Nutzer in Zukunft von kostenpflichtigen Kanälen betroffen sein werden, bleibt abzuwarten, da YouTube sich mit seinem neuen Projekt derzeit eher noch zurückhält und auch selbst den Anbietern von kostenpflichtigen Kanälen dazu rät, vorsichtig mit dieser neuen Thematik umzugehen.
Die übliche Nutzung der Videoplattform war bisher immer kostenfrei, und das soll auch so bleiben. Das Pilot-Projekt kann auch nur dann von Erfolg gekrönt sein, wenn sich genug Freiwillige finden, die dazu bereit sind, für ausgewählte Kanäle bezahlen zu wollen.

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